Die NABU-Broschüre „Spielen & Basteln in und mit der Natur“ beschreibt auf 48 Seiten erprobte Gruppenspiele mit Bezug zur Natur. Auch Tipps und Anleitungen zum Bogen- und Zwillenbau, über Wasserräder und „Krachmacher“ fehlen nicht. Über 80 Spiel- und Bastelideen hat Autor und NABU-Geschäftsführer Sönke Hofmann zusammengetragen. Darunter sind Klassiker wie „Dritter Abschlag“ und „Fischer, Fischer“, die grundsätzlichen Murmel-Regeln aber auch Ungewöhnliches wie „Schwanztreten“.
Ermöglicht wurde die Broschüre durch die Unterstützung von Bingo-Lotto.
Die Umweltlotterie hatte eine Kampagne des NABU zu alten und
vergessenen Kinderspielen gefördert.
„Wir haben mit unserer Kampagne gerade Senioren angesprochen und nach
ihren Kindheitsspielen gefragt“, erklärt Hofmann, „da kamen wahre
Schätze zu Tage“. Auf zwei Festen auf dem Biolandhof Voigt bei Syke
wurden viele Spielideen ausprobiert und weitere Menschen für die Idee
einer Spielesammlung begeistert. „Vorher hatte ich von
’Sticken-kloppen’ und ’Land abstechen’ nie etwas gehört“, gibt der
Naturschützer zu.
Zu dieser Spielesammlung alter norddeutscher Spiele kamen die Erfahrung
und Ideen aus über 20 NABU-Ferienfreizeiten im Schullandheim
Dreptefarm. „Auch wenn wir womöglich einen Teil unseres Erfolgsrezeptes
verraten“, schmunzelt der NABU-Geschäftsführer, “wollten wir die
tollsten Spiele, die mit den Kindern entstanden sind, nicht
vorenthalten.“ So finde sich der „Ameisenkampf“ ebenso wieder, wie die
Anleitungen zum Mini-Floßbau, Binsenthron und Wasserräder.
Breiten Raum nehmen allerlei Konstruktionen zum Schießen ein –
Korkenschießer, Pfeil & Bogen, Zapfenschleuder, Zwille und mehr.
„Ich finde es natürlicher, dass Kinder versehentlich eine
Fensterscheibe mit der Zwille zerschießen, als dass sie das höchste
Level auf dem Gameboy erreichen“, stellt sich Hofmann auch gegen den
gesellschaftlichen Trend. „Mit solchen ’Waffen’ erfahren sie, welche
Folgen ein Treffer hat. Bei einem virtuellen Fehlgriff mit dem Joystick
dagegen startet man das Spiel einfach neu.“
Die Broschüre möchte zum Spiel in der Natur verführen und alle Sinne
ansprechen. Allein zwölf Varianten mit Basteleien Töne zu erzeugen
haben die Naturschützer zusammengetragen. „Kinder lieben Krach“, stellt
Hofmann fest und schmunzelt, “wenn sie vorher beim Basteln wenigsten
eine halbe Stunde Ruhe geben, ist den Eltern doch auch geholfen.“ So
zeigt der NABU, wie man eine Weidenflöte schnitzt, ein
Löwenzahnsaxophon bastelt und wie man Käuze, Rehe und Elche anlockt.
Die Broschüre gibt es direkt bei der Heimleitung oder zu bestellen bei
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