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Doppel-Mäh im Schnee Drucken E-Mail
  • Rauhwollige Pommersche Landschafe geboren
  • Alte Haustierrassen auf der Dreptefarm
  • Züchtung vermutlich aus der Bronzezeit
  • Lämmer rechtzeitig zur Osterfreizeit
  • noch Plätze frei
rauhwolliges_pommersches_landschaf_lamm_bock_2010(Bremen, den 11.3.10) Mit zartem "Mäh" machten zwei süße Lämmer gestern Morgen im NABU-Schullandheim Dreptefarm auf sich aufmerksam. Die durchgehend "schwarzen Schafe" sind Nachwuchs der Rauhwolligen Pommerschen Landschafe, die das Heim hält. Die einst in Norddeutschland weit verbreitete Rasse gilt als stark gefährdet. Nur noch rund 4.000 Tiere sind registriert.

"Wir hatten eigentlich schon nicht mehr so recht mit Schafnachwuchs für dieses Jahr gerechnet", freut sich Schullandheim-Vorsitzender Sönke Hofmann, "bei rund fünfmonatiger Tragzeit muss es also erst im Oktober geschnackelt haben." Der Vater der beiden Lämmer war selbst erst im Januar letzten Jahres geboren worden und als „jugendlicher Liebhaber“ zur zweijährigen „Annabell“ gekommen.
„Die süßen Lämmchen passen hervorragend zur Osterfreizeit, die nächste Woche Freitag beginnt“, ist Hofmann begeistert, „und während der Freizeit erwarten wir noch einen Wurf Meißner Widderkaninchen.“ Für die Naturerlebnis-Freizeiten im Ferienort Wulsbüttel gibt es noch freie Plätze und Zuschüsse bis zu 80 Prozent für Bremer Familien. Informationen gibt es unter 04 21 / 3 39 87 72 oder www.NABU-Bremen.de
Die "Rauhwoller" sind eine uralte Zuchtrasse. "Die Wolle eines 3.600 Jahre alten Handschuhs hatte schon genau die gleichen typischen Kurzhaare im Vlies wie die Pommersche Landschafwolle", berichtet Hofmann. Bis auf 46 Schafe und sieben Böcke war der Bestand vor zwei Jahrzehnten geschrumpft. Mittlerweile gibt es von den genügsamen Tieren wieder 250 Zuchtböcke und rund 3.700 Schafe.
Dagegen nimmt sich die "Herde" des NABU-Schullandheims mit zwei Schafen und nun aktuell zwei kleinen Böcken geradezu lächerlich aus. Der Zuchtgedanke steht denn auch nicht im Vordergrund. "Wir möchten den Kindern zum einen zeigen, wo Wolle, Milch und Fleisch herkommen und zum anderen auf die alten, vom Aussterben gefährdeten Zuchtrassen aufmerksam machen", so Hofmann. Weitere Informationen zu den Farmtieren gibt es unter www.Dreptefarm.de.
 
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