Mittelmeer-Laubfrosch als blinder Passagier
- NABU bietet streng geschützter Art Asyl
- ab Frühjahr im Schulland- heim Dreptefarm
- Laubfrosch-Experte gesucht
(Bremen, den 12.01.10) Es nimmt sich aus wie eines der modernen Märchen von Vogelspinnen in der Yuccapalme: Ein Mittelmeer-Laubfrosch hat als blinder Passagier im Salat den Weg aus Südfrankreich über den Naturkosthandel in die Bremer NABU-Geschäftsstelle gefunden. Nun lebt der quietschgrüne Gast im Terrarium, um ab Frühjahr im NABU-Schullandheim Dreptefarm Kinder für seine Art zu interessieren.
"Wir waren schon etwas überrascht, als man uns den kleinen Kerl
zwischen Salatblättern in die Geschäftsstelle brachte", schmunzelt
NABU-Geschäftsführer Sönke Hofmann. Eine Rückführung des nach EU-Recht
streng geschützten Frosches sei nicht mehr möglich. "Es wäre ein
Riesenaufwand mit sehr ungewissem Ausgang, denn wir wissen nicht, wo
das Tier genau herstammt." Der Frosch könne im Lager von Kiste zu Kiste
gehüpft sein und vielleicht gar nicht aus Südfrankreich stammen.
"In unserem Schullandheim Dreptefarm halten wir schon einen 'geerbten'
Feuersalamander und der Laubfrosch passt ideal zu unserem
Umweltbildungsprojekt Froschfarm", betont Sönke Hofmann. In Freiheit
werden die Tiere etwa 5 Jahre alt, in Gefangenschaft können es bis zu
15 Jahre sein. Nun sucht der NABU noch einen Terrarien-Experten, der
sich mit der Haltung von Laubfröschen auskennt. "Das soll sehr
anspruchsvoll sein, deshalb brauchen wir ein wenig Nachhilfe", so
Hofmann.
Wer den Naturschützern helfen kann oder Fragen zum Schullandheim
Dreptefarm und dem Projekt Froschfarm hat, kann sich unter 04 21 / 3 39
87 72 melden oder unter www.Dreptefarm.de informieren.
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